HFH: Erwerbsminderungsversicherung

Erwerbsminderungsversicherung

Warum eine Erwerbsminderungsversicherung?

Seit 2008 ist es auch bei staatlichen Förderprogrammen möglich, bei Eintritt einer Erwerbsminderung die bisher eingezahlten Bezüge geltend zu machen. Die gesetzliche Rentenversicherung zahlt bei Erwerbsminderung oder eingeschränkter Erwerbsfähigkeit – vorausgesetzt, Wartezeit und Pflichtbeiträge sind erfüllt.

Dieser Berufsunfähigkeitsschutz spielt allerdings nur bei älteren Versicherten (Geburtsjahrgang vor 1961) eine Rolle. Nur für sie gibt es noch die Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunfähigkeit.

Allgemein gilt, dass die Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung in den letzten Jahren deutlich gekürzt wurden. Wer also auf Nummer sicher gehen und sich absichern will, sollte eine Erwerbsminderungsversicherung abschließen.
 

Warum eine Erwerbsminderungsversicherung?

Wer einer Berufsgruppe angehört, für die es schwer ist, eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu erhalten, für den kann die Erwerbsminderungsversicherung eine echte Alternative sein. Denn seit 2001 erhalten nach 1961 Geborene keine gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente mehr. Vorsorge ist daher notwendig. Denn insbesondere bei bestimmten Berufen (zum Beispiel künstlerische Berufe oder sehr gefährliche Tätigkeiten) eignet sich eine Berufsunfähigkeitsversicherung nicht. In diesen Fällen bedeutet berufsunfähig oft auch erwerbsunfähig. Überdies bekommen Menschen mit Vorerkrankungen in der Regel keine oder nur eine sehr teure Berufsunfähigkeitsversicherung.

Für diese Fälle heißt die Alternative:
Private Erwerbsunfähigkeitsversicherung bzw. Erwerbsminderungsversicherung.
Auf diese Weise können Sie den Schutz der staatlichen Systeme ergänzen oder ersetzen.

Was leistet eine Erwerbsminderungsversicherung?

Wenn Sie aufgrund von Krankheit oder Behinderung nicht mehr oder nur noch eingeschränkt in der Lage sind einer Arbeit nachzugehen, liegt eine verminderte Erwerbsfähigkeit vor. Typische Krankheiten können beispielsweise schwere Depressionen, Bandscheibenvorfälle, Herz-Kreislauf-Leiden oder Krebserkrankungen sein. Lebensunterhalt sichert in solchen Fällen die Erwerbsminderungsrente. Damit werden die frühere Berufsunfähigkeitsrente und Erwerbsunfähigkeitsrente ersetzt.

Besonders Personen, die in sehr gefährlichen Berufen arbeiten, aber auch Künstler und einige Freiberufler, haben es in der Regel schwer, eine Berufsunfähigkeitsversicherung für sich zu finden - und das zu einem angemessenen Preis. Die Erwerbsminderungsversicherung kann hier als sinnvolle Alternative in Betracht gezogen werden.
 

Wer braucht eine Erwerbsminderungsversicherung?

Oftmals scheitert es zuerst an der Begriffsdefinition: Viele setzen Erwerbsminderung mit Berufsunfähigkeit gleich. Dabei handelt es sich um einen wichtigen Aspekt, der die Leistungen voneinander unterscheidet. So mag es auf den ersten Blick merkwürdig erscheinen, dass eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Hochqualifizierte und beruflich erfolgreiche Personen nicht ideal ist. Lässt sich ein Betrieb durch zumutbare Umstrukturierung so gestalten, dass der Versicherte auch bei gesundheitlichen Problemen weiter wirtschaftlich arbeiten kann, wird in der Regel keine Berufsunfähigkeit attestiert. Das heißt, die Versicherung zahlt nicht. Mit einer Erwerbsminderungsversicherung kann das nicht passieren. 

Grundlegende Fragen zur Erwerbsminderungsversicherung

Was ist der Unterschied zwischen der Berufsunfähigkeits- und der Erwerbsminderungsversicherung?

Der grundlegende Unterschied besteht darin, dass die Invaliditätsleistungen nicht nach Prozent wie bei der Berufsunfähigkeitsversicherung bestimmt werden, sondern sich nach der Zeit berechnen, die der Versicherungsnehmer noch arbeiten kann. Rechtlich hat einen monatlichen Rentenanspruch nur derjenige, den seine dauerhaften körperlichen oder seelischen Einschränkungen daran hindern, mehr als 3 Stunden pro Tag zu arbeiten.

Dabei muss jede Arbeit angenommen werden, unabhängig von Ausbildung und Berufserfahrung. Dafür fallen hier die Kosten geringer aus als bei der Berufsunfähigkeitsversicherung. 
 

Leistungsspektrum von Erwerbsunfähigkeitsversicherungen

Produkte zur Erwerbsunfähigkeitsversicherung unterschieden sich deutlich und nur eine genaue Analyse der eigenen Situation kann volle Klarheit verschaffen, um das perfekte Angebot zu finden. Am Markt kommen Grund- und Zusatzleistungen in unterschiedlichsten Kombinationen vor.

Häufige Komponenten sind:

  • Worst-Case-Abdeckung: Basisschutz für Arbeitnehmer und Selbstständige für ein vergleichsweise bescheidenes Budget; Rentenleistungen bei Erwerbsunfähigkeit
  • Dread-Disease-Komponente: Leistungen bei schweren Krankheiten wie Schlaganfall, Herzinfarkt oder Krebs
  • Grundfähigkeitsversicherung: Leistungen, wenn der Versicherte erblindet, sein Gehör verliert oder auf den Rollstuhl angewiesen ist
  • Leistungen bei Eintritt der Pflegebedürftigkeit

 

Inwiefern ist eine Erwerbsminderungsversicherung eine gute Ergänzung zum gesetzlichen Versicherungsschutz?

Die gesetzliche Rentenversicherung zahlt nur dann, wenn ein Arbeitnehmer nicht mehr oder nur sehr eingeschränkt arbeiten kann. Eine private Erwerbsunfähigkeitsversicherung mit Dread-Disease- oder Grundfähigkeitsversicherung leistet – wenn der in den Versicherungsbedingungen definierte Fall eingetreten ist – unabhängig davon, ob der Versicherte noch weiter berufstätig ist oder nicht.

Die Vorteile einer Berufsunfähigkeitsversicherung im Vergleich zu einer Erwerbsunfähigkeitsversicherung sind klar: Kann der Versicherte aus gesundheitlichen Gründen seine frühere Tätigkeit nicht mehr ausüben kann, erhält er eine Berufsunfähigkeitsrente. Er ist damit beispielsweise nicht gezwungen, nach einer Umschulung auf einen körperlich weniger anstrengenden Beruf noch einmal völlig von vorne anzufangen. Im Einzelfall ist es jedoch auch möglich, dass ein Versicherter mit einer Erwerbsunfähigkeitsversicherung mit Zusatzleistung besser fährt.

Wie kann die Entscheidung für die richtige Art der Versicherung erleichtert werden?

Um sich für eine Berufs- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung zu entscheiden, sollte die persönliche Situation umfassend beleuchtet werden, um das Für und Wider genau abgewiegen zu können. Zusammen mit Ihnen erstellen unsere Berater ein Worst-Case-Szenario, in dem Sie Ihre finanzielle Situation bei voller oder halber gesetzlicher Erwerbsminderungsrente durchrechnen. Sie sollten sich immer darüber im Klaren sein, welche körperlichen Anforderungen im Beruf an Sie gestellt werden und welche Szenarien dafür sorgen könnten, dass es Ihnen nicht mehr möglich ist, in vollem Umfang weiterzuarbeiten.

Wir analysieren mit Ihnen die beruflichen Alternativen, um zu erkennen, welche Vorsorge die Beste ist und informieren Sie unabhängig über die verschiedenen Konzepte.

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