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Kinderdepot 2026 Das Kindergeld macht Ihr Kind zum Millionär

Wenn Sie es 18 Jahre anlegen und diese sieben Fehler vermeiden. 259 € im Monat, ab Geburt, 18 Jahre lang, danach nicht mehr anfassen. Den Rest erledigen Zinseszins und Zeit. Was Eltern dabei wissen müssen, steht hier auf der Seite.

  • Was aus dem Kindergeld werden kann: Rechner bis 67
  • Woran Sie ein gutes Kinderdepot erkennen
  • Was mit 18 passiert und wie Sie es steuern
  • Frühstart-Rente 2027: was kommt, was nicht

Beispielrechnung, kein Renditeversprechen.

Kindergeld pro Monat 2026
259 €
Kindergeld pro Monat 2026
eigener Sparer-Pauschbetrag des Kindes
1.000 €
eigener Sparer-Pauschbetrag des Kindes
Kinderdepots im Test komplett kostenlos
9 von 21
Kinderdepots im Test komplett kostenlos
Quelle: Stiftung Warentest, Finanztest 8/2026
geplante Frühstart-Rente pro Monat ab 6 Jahren
10 €
geplante Frühstart-Rente pro Monat ab 6 Jahren

Grundlagen

Was ist ein Kinderdepot?

Kurz gesagt: Ein Kinderdepot (auch Juniordepot) ist ein Wertpapierdepot, das auf den Namen des Kindes läuft. Bis zum 18. Geburtstag verwalten die Eltern es als gesetzliche Vertreter. Das Geld darin gehört rechtlich dem Kind, die Einzahlungen gelten als Schenkung, und das Kind nutzt seine eigenen Steuerfreibeträge. Mit der Volljährigkeit verfügt es allein über das Depot.

  • Für wen es passt

    Eltern, Großeltern und Paten, die langfristig, meist mit einem breit gestreuten ETF-Sparplan, für ein Kind Vermögen aufbauen wollen. Sparpläne gibt es bei vielen Anbietern ab 1 € im Monat.

  • Was es kostet

    Die Depotführung ist bei den gängigen Direktbanken und Neobrokern kostenlos. Unterschiede liegen bei Sparplan- und Ordergebühren. Laut Stiftung Warentest (Finanztest 8/2026) summieren sie sich über 18 Jahre auf bis zu rund 1.100 €.

  • Was Sie wissen müssen

    Aktien und ETFs schwanken, Verluste sind möglich. Und: Mit 18 entscheidet Ihr Kind allein, was mit dem Geld passiert. Diese Entscheidung sollte man vor der ersten Einzahlung bewusst treffen.

Sparrechner

Rechnen Sie es für Ihr Kind durch

Unverbindliche Beispielrechnung. Stellen Sie Sparrate, Alter und angenommene Rendite ein.

259 €
0 Jahre
6,0 %

Breit gestreute Aktienmärkte haben langfristig im Schnitt etwa 6 bis 7 % pro Jahr erzielt, mit starken Schwankungen und Verlustjahren. Die Annahme ist keine Prognose.

Depotwert zum 18. Geburtstag

Selbst eingezahlt
Davon Wertzuwachs

Ein Jahr später anfangen kostet

weniger Depotwert zum 18. Geburtstag bei gleicher Rate

Bleibt das Geld ohne weitere Einzahlung bis 67 liegen

18 Jahre

eingezahltDepotwert je Jahr

Vereinfachte Modellrechnung: gleichbleibende monatliche Rate bis zum 18. Geburtstag, konstante Rendite, ohne Kosten, Steuern und Inflation. Die Frühstart-Rente ist nicht enthalten. Wertentwicklungen sind nicht garantiert, Verluste sind möglich. Keine Anlageberatung.

Anbieter

Woran erkennt man ein gutes Kinderdepot?

Kurz gesagt: Für einen reinen ETF-Sparplan ist ein gutes Kinderdepot heute kostenlos: keine Depotgebühr, keine Kosten je Sparrate. Unterschiede gibt es bei Einzelkäufen, bei den Voraussetzungen für die Eröffnung und bei den Konditionen nach dem 18. Geburtstag. Laut Stiftung Warentest (Finanztest 8/2026) sind 9 von 21 geprüften Kinderdepots bei 50 € Monatsrate komplett kostenlos.

  • Kosten

    Depotführung und ETF-Sparplan sollten nichts kosten. Teure Sparpläne bei Filialbanken summieren sich über 18 Jahre auf bis zu rund 1.100 €. Einzelkäufe kosten bei Neobrokern um 1 €, bei Direktbanken meist ab 5 bis 10 €.

  • Eröffnung

    Bei einigen Neobrokern müssen beide Elternteile selbst Kunde sein. Direktbanken eröffnen das Kinderdepot meist auch ohne eigenes Depot der Eltern. Ob Großeltern direkt einzahlen dürfen, regelt jede Bank anders.

  • Nach dem 18. Geburtstag

    Das Depot läuft zu den Erwachsenen-Konditionen weiter. Gute Anbieter bleiben dann ebenfalls günstig. Steigen die Gebühren, lässt sich das Depot in der Regel kostenlos übertragen.

Vor der ersten Einzahlung

7 Fehler, die Eltern beim Kinderdepot teuer zu stehen kommen

Der Anbieter ist die kleinste Frage. Diese sieben Punkte entscheiden, ob der Plan für Ihre Familie aufgeht. Klären Sie sie vor der ersten Einzahlung.

  1. Kinderdepot oder Depot auf Ihren Namen?

    Im Kinderdepot gehört das Geld dem Kind, Sie können es nicht zurückholen. Im eigenen Depot behalten Sie die Kontrolle, zahlen aber auf die Erträge selbst Steuern.

    Darauf achten: Wie wichtig ist Ihnen, mitzuentscheiden, was mit 18 passiert?

  2. Was passiert am 18. Geburtstag?

    Mit der Volljährigkeit verfügt Ihr Kind allein über das Depot, ohne Zustimmung der Eltern. Das ist der häufigste Grund, warum Eltern im Nachhinein anders entschieden hätten.

    Darauf achten: Rechtzeitig über Geld sprechen und Finanzwissen mitgeben, bevor die Verfügung wechselt.

  3. Steuern: Freibeträge des Kindes nutzen

    Ihr Kind hat einen eigenen Sparer-Pauschbetrag von 1.000 €. Hat es keine anderen Einkünfte, können mit einer NV-Bescheinigung Kapitalerträge bis rund 13.400 € im Jahr steuerfrei bleiben (Grundfreibetrag 12.348 € plus Sparer-Pauschbetrag und Sonderausgaben-Pauschbetrag).

    Darauf achten: Freistellungsauftrag oder NV-Bescheinigung bei der Bank hinterlegen.

  4. Familienversicherung der Krankenkasse

    Kapitalerträge oberhalb des Sparer-Pauschbetrags zählen zum Einkommen des Kindes. Liegt das Gesamteinkommen über 565 € im Monat (2026), kann die beitragsfreie Familienversicherung enden.

    Darauf achten: Gewinne nicht in einem Jahr gebündelt realisieren, sondern planen.

  5. BAföG und Ausbildung

    Das Depot zählt beim BAföG als Vermögen des Kindes. Unter 30 Jahren bleiben 15.000 € anrechnungsfrei. Was darüber liegt, mindert die Förderung.

    Darauf achten: Absehbaren Ausbildungsweg in die Planung einbeziehen.

  6. Großeltern und Paten einbinden

    Nicht jede Bank erlaubt Einzahlungen von Dritten auf das Kinderdepot. Schenkungen sind steuerlich großzügig geregelt: Eltern können je Kind 400.000 €, Großeltern 200.000 € innerhalb von zehn Jahren steuerfrei schenken.

    Darauf achten: Ob Verwandte direkt einzahlen können, oder ob ein Sparplan im eigenen Namen sinnvoller ist.

  7. Was, wenn Ihnen etwas passiert?

    Ein Sparplan läuft nur, solange jemand einzahlt. Wer sicherstellen will, dass das Ziel auch im Todesfall erreicht wird, kombiniert das Depot mit einer Risikolebensversicherung oder prüft eine fondsgebundene Lösung mit Beitragsfortzahlung.

    Darauf achten: Absicherung und Anlage getrennt vergleichen. Kombiprodukte sind flexibel, aber oft teurer.

Im Vergleich

Kinderdepot, Elterndepot oder Versicherung: Was ist besser?

Kurz gesagt: Das Kinderdepot ist die günstigste und steuerlich effizienteste Lösung, gibt aber mit 18 die Kontrolle ab. Das Elterndepot hält die Kontrolle bei Ihnen. Eine fondsgebundene Kinderversicherung bietet Absicherung und spätere Optionen, kostet aber mehr. Welche Lösung passt, hängt von Ihren Prioritäten ab.

MerkmalKinderdepotDepot auf ElternnamenFondsgebundene Kinderversicherung
Wem gehört das Geld?dem Kindden Elterndem Versicherungsnehmer, meist den Eltern
Wer entscheidet ab 18?das Kind alleindie Elternwer im Vertrag als Versicherungsnehmer steht
Steuern auf ErträgeFreibeträge des KindesFreibeträge der ElternSteuervorteile bei Auszahlung je nach Vertrag und Laufzeit
Kostensehr geringsehr geringhöher, Abschluss- und Verwaltungskosten
Absicherung bei Tod des Einzahlersneinneinje nach Tarif ja
Familienversicherung, BAföGkann relevant werdennicht betroffenmeist nicht betroffen

Frühstart-Rente

Was ist geplant und was bedeutet es für Ihr Kinderdepot?

Kurz gesagt: Der Bund will für jedes Kind vom 6. bis zum 18. Geburtstag 10 € im Monat in ein Altersvorsorgedepot einzahlen. Das Kabinett hat den Gesetzentwurf am 12. August 2026 beschlossen, der Bundestag berät ihn noch (Drucksache 21/7864). Geplanter Start ist der 1. Januar 2027. Die Frühstart-Rente ersetzt kein Kinderdepot, denn das Geld ist grundsätzlich bis zum 65. Lebensjahr gebunden.

Ihr Weg

Allein loslegen oder mit uns planen?

Beides ist richtig. Teuer wird nur eins: weiter warten.

FAQ

Häufige Fragen zum Kinderdepot

Ab wann lohnt sich ein Kinderdepot?

Ab dem ersten Lebenstag. Die Zeit ist der stärkste Hebel: Wer ab Geburt spart, hat bis zum 18. Geburtstag 18 Jahre Zinseszins. Schon kleine Raten ab 1 Euro im Monat sind bei vielen Anbietern möglich.

Wie eröffne ich ein Kinderdepot?

Online beim Anbieter Ihrer Wahl. In der Regel brauchen Sie die Geburtsurkunde und die Steuer-Identifikationsnummer des Kindes, und alle Sorgeberechtigten müssen sich legitimieren, meist per Video-Ident oder Post-Ident. Bei einigen Neobrokern müssen beide Elternteile selbst Kunde sein.

Wie viel sollte ich monatlich für mein Kind sparen?

So viel, wie dauerhaft in Ihr Budget passt, auch in knappen Monaten. Viele Eltern orientieren sich an einem Teil des Kindergelds von 259 Euro im Monat. Eine kleinere Rate, die 18 Jahre läuft, bringt mehr als eine große, die nach drei Jahren gestoppt wird.

Welcher ETF eignet sich für ein Kinderdepot?

Für einen langen Anlagehorizont empfehlen Verbraucherschützer wie Finanztip und Stiftung Warentest breit gestreute, weltweit anlegende Aktien-ETFs mit niedrigen laufenden Kosten. Thesaurierende ETFs legen Erträge automatisch wieder an. Welcher konkret passt, hängt vom Anbieter und Ihren Präferenzen ab, etwa beim Thema Nachhaltigkeit.

Können Großeltern ein Kinderdepot eröffnen oder einzahlen?

Eröffnen können ein Depot auf den Namen des Kindes nur die Sorgeberechtigten. Großeltern und Paten können bei manchen Banken direkt auf das Kinderdepot einzahlen, aber nicht bei allen. Alternativ sparen sie in einem Depot auf den eigenen Namen und verschenken das Vermögen später. Großeltern können je Enkel 200.000 Euro innerhalb von zehn Jahren steuerfrei schenken.

Was passiert mit dem Kinderdepot, wenn mein Kind 18 wird?

Mit der Volljährigkeit verfügt Ihr Kind allein über das Depot. Die Eltern verlieren ihre Vertretungsbefugnis. Bei den meisten Direktbanken und Neobrokern läuft das Depot zu den normalen Erwachsenen-Konditionen weiter.

Kann ich Geld aus dem Kinderdepot wieder abheben?

Nur im Interesse des Kindes. Das Vermögen gehört dem Kind, Einzahlungen sind eine endgültige Schenkung. Für eigene Zwecke dürfen Eltern es nicht verwenden. Wer flexibel bleiben will, spart besser in einem Depot auf den eigenen Namen.

Muss für das Kinderdepot eine Steuererklärung gemacht werden?

Meist nicht. Mit einem Freistellungsauftrag bleiben Kapitalerträge bis 1.000 Euro im Jahr steuerfrei. Hat das Kind keine anderen Einkünfte, kann eine NV-Bescheinigung beim Finanzamt beantragt werden. Dann bleiben Erträge bis rund 13.400 Euro im Jahr steuerfrei, ohne dass Abgeltungsteuer einbehalten wird.

Gefährdet ein Kinderdepot die Familienversicherung?

Es kann. Kapitalerträge oberhalb des Sparer-Pauschbetrags zählen zum Einkommen des Kindes. Übersteigt das Gesamteinkommen 2026 regelmäßig 565 Euro im Monat, endet die beitragsfreie Familienversicherung. Wer größere Gewinne realisieren will, sollte das zeitlich planen.

Kinderdepot oder Sparbuch und Tagesgeld: Was ist besser?

Für Ziele in mehr als zehn Jahren spricht viel für ein ETF-Depot, weil Aktien langfristig deutlich höhere Erträge als Zinsen erzielt haben. Für Geld, das in wenigen Jahren gebraucht wird, etwa für den Führerschein, sind Tagesgeld oder Festgeld die ruhigere Wahl.

Lohnt sich ein Kinderdepot noch, wenn die Frühstart-Rente kommt?

Ja. Die geplante Frühstart-Rente zahlt 10 Euro im Monat vom 6. bis zum 18. Geburtstag in ein Altersvorsorgedepot, das grundsätzlich erst ab 65 ausgezahlt wird. Das Kinderdepot bleibt der flexible Baustein für Ausbildung, Studium oder die erste Wohnung. Das Gesetz befindet sich noch im parlamentarischen Verfahren.

Kann ich ein bestehendes Kinderdepot zu einem günstigeren Anbieter übertragen?

Ja. Ein Depotübertrag ist in Deutschland in der Regel kostenlos. Die Wertpapiere werden ohne Verkauf übertragen, es fallen also keine Steuern an. Gerade teure Sparpläne bei Filialbanken lohnt es sich zu prüfen.

Kinderdepot-Check

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HFH Hamburger Finanzhaus GmbH
Willy-Brandt-Straße 67
20457 Hamburg

Wichtige Hinweise

Diese Seite dient der allgemeinen Information und ist keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung und kein Angebot. Alle Beträge im Rechner sind unverbindliche Beispielrechnungen auf Basis einer angenommenen, gleichbleibenden Rendite ohne Kosten, Steuern und Inflation. Wertpapiere unterliegen Kursschwankungen, Verluste bis hin zum Totalverlust einzelner Anlagen sind möglich. Frühere Wertentwicklungen sind kein verlässlicher Indikator für künftige Ergebnisse. Anbieterkonditionen nach Stiftung Warentest Finanztest 8/2026, Finanztip Juniordepot-Vergleich (Stand 22.04.2026) und biallo.de (Stand 29.07.2026), ohne Gewähr. Angaben zur Frühstart-Rente beruhen auf dem Regierungsentwurf vom 12.08.2026 und der Anhörung im Finanzausschuss vom 05.10.2026 und können sich im Gesetzgebungsverfahren ändern. Stand: 15. Oktober 2026.